15. September 2011 - Kalenderblatt
110. Geburtstag von Liselotte Welskopf-Henrich
Deutsche Historikerin und Schriftstellerin
* 15. September 1901 in München
† 16. Juni 1979 in Garmisch-Partenkirchen
Sie war Professorin für Alte Geschichte und wurde 1964 in der DDR als erste Frau zum ordentlichen Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften gewählt. Berühmt wurde sie durch ihre Indianerbücher "Die Söhne der großen Bärin" und "Das Blut des Adlers".
"Die Söhne der großen Bärin" sind Indianer Nordamerikas in der zweiten Hälfte des
19. Jahrhunderts. Die ersten Entwürfe zu diesem Romanzyklus entstanden bereits in den 30er Jahren.
In der Nazizeit half sie Juden und politischen Häftlingen. Dabei lernte sie ihren späteren Ehemann August Rudolf Welskopf kennen, verhalf ihm zur Flucht aus dem KZ und versteckte ihn mit Unterstützung von Pfarrer Harald Poelchau ein Dreivierteljahr bis zur Befreiung Berlins. Diese Geschichte schilderte sie in ihrem autobiographischen Roman "Jan und Jutta".
In den 60er und 70er Jahren besuchte Liselotte Welskopf-Henrich mehrmals Indianerreservate in den USA und Kanada und unterstützte den Kampf der Ureinwohner um ihre Rechte. Die Autorin verarbeitete ihre Erlebnisse und Eindrücke in dem Romanzyklus "Das Blut des Adlers".
Dakota-Indianer gaben ihr den Ehrennamen "Lakota-Tashina"(Schutzdecke der Dakota).
Bücher von Liselotte Welskopf-Henrich in der Peter-Weiss-Bibliothek
Mehr über Liselotte Welskopf-Henrich auf der Website anlässlich ihres 110. Geburtstages.
Für freundliche Unterstützung danken wir Herrn Dr. Rudolf Welskopf.
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