14. November 2011 - Kalenderblatt
180. Todestag von Georg Wilhelm Friedrich Hegel
Deutscher Philosoph
* 27. August 1770 in Stuttgart
† 14. November 1831 in Berlin
Der Sohn eines höheren württembergischem Beamten besucht in Stuttgart die Lateinschule und das Gymnasium. Nach dem Abitur immatrikuliert er sich 1788 am Tübinger Stift für Theologie und Philosophie. Mit seinen Zimmergefährten Hölderlin und Schelling ist Hegel befreundet. Alle drei schwärmen für die Französische Revolution. Nach zwei Jahren wird Hegel Magister. 1793 verteidigt er seine theologische Dissertation.
Er wird Hauslehrer in Bern und Frankfurt am Main, verfaßt eine Reihe theologischer und philosophischer Schriften, von denen er nur wenige veröffentlicht. 1801 geht er nach Jena, wo er an der Universität mit Schelling zusammenarbeit. Gemeinsam geben beide »Das kritische Journal der Philosophie« heraus. Hegel besucht Goethe, mit dem er sich Zeit seines Lebens verbunden fühlt.
Hegel beginnt mit der Arbeit an der »Phänomenologie des Geistes«, einer Kritik unwissenschaftlicher Standpunkte der Philosophie des Zeitgeistes. Er soll das Werk am 14. Oktober 1806 beendet haben – am Tag der Schlacht bei Jena, in der Napoleon die preußische Armee besiegt. 1807 zieht Hegel nach Bamberg und übernimmt die Redaktion der Bamberger Zeitung. 1808 wird er Rektor eines Gymnasiums in Nürnberg. 1811 heiratet er Marie von Tucher. 1812/13 erscheint der erste Band der »Wissenschaft der Logik«. 1813/14 werden die Söhne Karl und Immanuel geboren. 1817 lehrt er an der Universität Heidelberg. Der preußische Kultusminister von Altenstein schlägt ihm vor, an der Berliner Universität (später Friedrich-Wilhelms-Universität) zu arbeiten.
Die Jahre in Berlin (1818 bis zu seinem Tod 1831) bringen Höhepunkte der Anerkennung seines philosophischen Werkes und seiner Vorlesungen. »Ihnen wohnte nicht nur eine eine außergewöhnlich große Schar von Studenten bei. Sie waren ein kulturelles Ereignis der preußischen Hauptstadt schlechthin. Gebildete aller Interessenrichtungen, Professoren, Offiziere, Regierungsbeamte, besuchten die Kollegien des Professor Hegel.« 1821 ist auch Heinrich Heine unter seinen Zuhörern. (Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie. Band 1, mit einer Einleitung von Gerd Irrlitz. Leipzig 1971, S. 8)
Foto:Commons – Porträt von Jakob Schlesinger 1831
Werke von und über Georg Wilhelm Friedrich Hegel in der Peter-Weiss-Bibliothek
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